Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung umfasst präventive Maßnahmen, die gemeinsam vom Arbeitgeber und den Arbeitnehmern zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz umgesetzt werden.

Diese lassen sich untergliedern in verhaltensorientierte und verhältnisorientierte Maßnahmen.

Maßnahmen in der Verhaltensprävention sollen gesundheitsbewußte Verhaltensweisen fördern und gesundheitsschädliche vermeiden bzw. verändern: Verhaltensänderung durch Konditionierung.

  1. Aufklärungs- und Informationsaktionen (Antirauch-Kampagnen, Gesundheits- und Ernährungsinformationen, Drogenaufklärung etc.)
  2. Herz- und Kreislauf-Aktionen (Untersuchungen/Tests zu: Blutdruck, Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel etc.)
  3. Weiterbildung mit Gesundheitsförderungsinhalten (Erweiterung von Fach- und Führungskursen um Inhalte der Gesundheitsförderung etc.)
  4. Förderung der sozialen Kompetenz (Führungsschulung, Konfliktseminare, Persönlichkeitsbildung etc.)
  5. Umgang mit Stress (Entspannungskurse, autogenes Training, Zeitmanagement etc.)

Bewegungsangebote (Check-ups, Einführung von Kurzpausen, Rücken und Bewegungsprogramme, Sportgruppen) sollen bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen:

  1. Organisationsgestaltung (Gesundheitszirkel, gesundheitsgerechtes Führen, bauliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung etc. )
  2. Personal- und Kompetenzentwicklung (leistungs- und gesundheitsgerechte Laufbahnplanung, Potenzialanalyse für den gesundheitsgerechten Personaleinsatz etc.)
  3. Ernährungsangebote (Angebote in Kantinen und Verpflegungsautomaten etc.)
  4. Arbeitsergonomie (Einstellen von Stühlen und Schreibtischen, die Anordnung der Bildschirme etc.)
  5. Arbeitszeitgestaltung (Schichtplangestaltung, flexible Arbeitszeiten etc.)
  6. Arbeitsgestaltung (Job-Enrichment, Job-Enlargement, Job-Rotation, Team- und Gruppenarbeit etc.)

(Quelle: Froböse, I., Wellmann, H., Weber, A., 2008: Betriebliche Gesundheitsförderung)